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Wir haben noch nie davon gehört, dass Pädagogen - auch so genannte "gute" Pädagog- Innen ihre eigene Rolle oder eigenes Verhalten sowie die Unterrichtsinhalte, also die (Verhältnisse in der ) Schule selbst als wesentlichsten Grund fürs Schule- Schwänzen benannt haben. Stattdessen suchen sie nach "falschem Verhalten"der Schüler- Innen, nach Problemen zu Hause, nach "Krankheits"- Gründen und natürlich auch nach "kriminellen" Motiven von Schülern. Tatsächlich wird Schule- Schwänzen immer wieder als "Einstieg in die Kriminalität" bezeichnet. Selbst wenn es stimmen sollte, dass angeblich gut ein Drittel aller Schuleschwänzer- Innen schon mal geklaut haben, haben das die regelmäßigen Schulegänger- Innen etwa nicht? Kein Wunder, wenn Kaufhäuser ihre Waren so hinlegen, dass gerade mittellose Schüler dazu verleitet werden, etwas davon unbezahlt in die Tasche zu stecken!
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Wenn der Schulunterricht weiterhin so öde bleibt, wie er ist, darf sich niemand wundern, wenn viele Schüler ins Kaufhaus flitzen und dort versuchen, ihre Zeit "herum zu bringen." Und wenn dann noch das Taschengeld fehlt, leichte Arbeit zum Geldverdienen verboten ist, (mensch noch nicht einmal die Möglichkeit hat, sich z.B Kondome zu kaufen), ist es zum kostenlosen Beschaffen verschiedener Dinge wirklich nicht mehr weit. Wer zählt eigentlich die so genannten "kriminellen" Schüler- Innen und wer fertigt die Statistiken an? Und: was ist mit den anderen zwei von drei Schulschwänzern ? Sie haben doch laut Statistik nichts geklaut, sind auch nicht anders "kriminell" geworden ! Hier schlägt die "Keule der "Verallgemeinerung" wieder zu: frei nach dem Motto : "einer für alle, alle für einen", "Mitgefangen ist mitgehangen – Schuleschwänzen, so wird öffenbtlich verbreitet, sei eine gefährliche Sache, ein Einstieg in die Kriminalität - basta !
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