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Schule schwänzen - der Einstieg in die Kriminalität?
"Bildung" heißt heute, sich ein "Wissen" aneignen müssen, das noch immer Herrschaftswissen ( Manipulationstechnik ) und Instrumente der Unterdrückung von Menschen für Menschen zur Verfügung stellt. Immer mehr "Schulschwänzer- Innen""schwänzen" deshalb, weil sie sich in der Schule nur "abgestellt" fühlen. Sie ertragen die oft lebensfremden, konsumorientierten und autoritär vermittelten I n h a l t e der Bildung nicht. Viele Lehrer bestimmen obendrein mit ihrem Verhalten den Herrschaftscharakter der Bildungsinhalte. Durch ihr eigenes Verhalten (z.B. bevorzugt diejenigen dran nehmen, die sich nicht melden ) sind manche Lehrer sogar Anleitung und "Vorbild" dafür, wie man mit Hilfe so genannten "Wissens" Macht und Herrschaft ausüben, anderen das Fürchten lehren und sie unter Druck setzen kann, wie man für (um) viel Geld andere mobben, bloß stellen und blamieren kann, nicht ernst zu nehmen braucht, "gnadenlos fertig machen" und konkurrenzmäßig ausschalten kann. Psychologische Methoden, anderen "Minderwertigkeitskomplexe" aufzudrücken , ist ein wichtiger Grund, warum immer mehr Schüler- Innen auf Schule keine Lust mehr haben und sagen : Lehrer, halt´s Maul! Ganz abgesehen davon , dass die wichtigsten Themen, die Schüler- Innen ihrer Entwicklung gemäß brennend interessieren, z. B. e c h t e und u m f a s s e n d e Aufklärung über das Thema Liebe in den meisten Klassenzimmern tabu sind.
Sicherlich gibt es Lehrer, die mit Schüler- Innen über ihre Probleme sprechen, aber könnten sie das außerhalb der Schule nicht auch anbieten? Es ist nur eine Frage der Zeit, wenn die "gute Beziehung" zum Lehrer wieder durch "fehlende Zeit" und "Sachzwänge" oder schlechte Noten zerstört ist und neue Distanzen schaffen. Von wegen, es gäbe "objektive" Noten! Bewertungen hängen immer davon ab, welche Werte in der Gesellschaft angesehen sind, d.h. was eine Gesellschaft oder ein "Benoter" für gut und richtig hält ! Wir meinen, Noten dienen dem Zweck, die Auslese und Konkurrenz unter Schülern zu fördern und sie mit Hilfe der Angst vor schlechter Benotung ( und darauf folgendem Ärger zu Hause?) dazu zu zwingen, Inhalte zu lernen, für die sie sich überhaupt nicht interessieren.
 
Wir haben noch nie davon gehört, dass Pädagogen - auch so genannte "gute" Pädagog- Innen ihre eigene Rolle oder eigenes Verhalten sowie die Unterrichtsinhalte, also die (Verhältnisse in der ) Schule selbst als wesentlichsten Grund fürs Schule- Schwänzen benannt haben. Stattdessen suchen sie nach "falschem Verhalten"der Schüler- Innen, nach Problemen zu Hause, nach "Krankheits"- Gründen und natürlich auch nach "kriminellen" Motiven von Schülern. Tatsächlich wird Schule- Schwänzen immer wieder als "Einstieg in die Kriminalität" bezeichnet. Selbst wenn es stimmen sollte, dass angeblich gut ein Drittel aller Schuleschwänzer- Innen schon mal geklaut haben, haben das die regelmäßigen Schulegänger- Innen etwa nicht? Kein Wunder, wenn Kaufhäuser ihre Waren so hinlegen, dass gerade mittellose Schüler dazu verleitet werden, etwas davon unbezahlt in die Tasche zu stecken!
Wenn der Schulunterricht weiterhin so öde bleibt, wie er ist, darf sich niemand wundern, wenn viele Schüler ins Kaufhaus flitzen und dort versuchen, ihre Zeit "herum zu bringen." Und wenn dann noch das Taschengeld fehlt, leichte Arbeit zum Geldverdienen verboten ist, (mensch noch nicht einmal die Möglichkeit hat, sich z.B Kondome zu kaufen), ist es zum kostenlosen Beschaffen verschiedener Dinge wirklich nicht mehr weit. Wer zählt eigentlich die so genannten "kriminellen" Schüler- Innen und wer fertigt die Statistiken an? Und: was ist mit den anderen zwei von drei Schulschwänzern ? Sie haben doch laut Statistik nichts geklaut, sind auch nicht anders "kriminell" geworden ! Hier schlägt die "Keule der "Verallgemeinerung" wieder zu: frei nach dem Motto : "einer für alle, alle für einen", "Mitgefangen ist mitgehangen – Schuleschwänzen, so wird öffenbtlich verbreitet, sei eine gefährliche Sache, ein Einstieg in die Kriminalität - basta !
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