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| Wir sind der Meinung, dass die Schulpflicht mindestens zum Teil abgeschafft werden sollte. Wir haben uns auf den Vorschlag geeinigt, dass ab ca. 12 Jahre sich eigentlich jede(r) die Grundausstattung dieser "Kultur" angeeignet haben könnte /dürfte. Dazu gehören unserer Meinung nach Lesen, Schreiben, Rechnen. Dass selbst das unter Zwang nicht funktioniert, siehst Du ja, wenn Du weißt, dass trotz (oder gerade wegen?) dem Schulzwang die Zahl der sogenannten "Analphabeten" in den letzten 20 Jahren in Deutschland etwa um 100%, auf mehrere Millionen gestiegen ist. Etwa mit 12 sollte es auf jeden Fall für alle, die es wollen, eine Pause zum Leben und Spaß haben geben dürfen, wo Du selbst entscheiden kannst, wo und wie Du leben willst, ob und welches Bildungsangebot Du annimmst, ob Du überhaupt weiter in die Schule oder lieber außerhalb der Schule leben und lernen (Erfahrungen machen) willst. | ||
| Wir wollen keine Bildungsinhalte, die allen Kindern und Jugendlichen "von oben", unabhängig ihrer individuellen Interessen und Bedürfnisse aufgedrückt werden. Wir wollen auch keine "Bildung" zur Bewältigung der Folgen unseres Bildungssystems. Wir wollen anders leben und einen Gegenpol zu den zwangsweise vorgesetzten Lernbedingungen in der Gesellschaft "bilden". Die meisten Themen in der Schule interessieren uns nicht. Wir können sie auch nicht für unser Leben gebrauchen. Viel wichtiger ist uns zum Beispiel, herausfinden, wie man die URSACHEN der verheerenden, überall vorherrschenden Konkurrenz- Konsum- und Karrierekämpfe und der damit zusammenhängenden KRIEGSLUST beseitigen kann. Immer mehr Menschen, ganze Kulturen, eine nach der andern, fallen der Naturzerstörung zum Opfer. Es wird Zeit, jede direkte und indirekte Mitarbeit an dieser globalen Entwicklung zu verweigern. | ||
Sicherlich könnte man angesichts dieser Realität die allermeisten "Berufe" und "Karrieren" als "umweltkriminell" bezeichnen und verweigern, weil sie direkt oder indirekt zu der globalen (weltweiten) Umweltzerstörung beitragen. Ein unbehagliches Gefühl einer massenhaft falschen Lebensweise der meisten Menschen zum Nachteil des gesamten Globus macht sich breit. Dazu gehört eine äußerst doppelbödige Moral gegenüber Kindern, gegenüber Eigentum, Sozialverhalten, Liebe, Sexualität und allem, was damit zu tun hat. Die Kultur der Ersatzbedürfnisse bis hin zum Konsumwahn sitzt fest in den Köpfen vieler Menschen und wird dementsprechend als "Freiheit" verkauft. Kriege, (Verteilungskämpfe) um die (letzten?) "Bodenschätze" und Ressourcen (Vorräte), um Land, Eigentum, Macht, Liebe und die "richtige" Religion bedrohen die Menschheit. Jede- r weiß, das Ozonloch lässt immer gefährlichere Sonnenstrahlen durch, Tiere und Pflanzenarten verschwinden von der Erde , die Erde erwärmt sich, die gute Luft wird immer knapper usw. Dennoch werden keine Konsequenzen für das eigene Konsumverhalten gezogen. Im Gegenteil! Wir lernen "Wurzel aus 29" und Latein! Was interessiert uns der ganze Lernmüll? Was können wir damit in unserm Leben anfangen? Menschen, die darauf reinfallen, es könne immer so weitergehen, vertrauen auf immer neue technische Erfindungen, statt den Wachstums - Materialismus als lebensbedrohlich zu erkennen und abzuschaffen. Technische Erfindungen Erfindungen würden schon alle negativen Folgen des Materialismus- und Wachstums- Wahns bezwingen.
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| Schule, wie sie heute ist, ähnelt mehr einem Gefängnis, als einer Lernstätte: viel zu rüh aufstehen, straffer Zeitplan, Klassenarbeiten nach der Stoppuhr, feste Sitzordnung, Lehrer- Innen und Hausmeister als Aufpasser und Kontrolleure, Prüfungen, Strafarbeiten, Hänseleien und Blosstellen von Mitschülern, Zeugnisse und andere Bewertungsbögen und natürlich "Hofgang"- zur Entspannung. Mit gelegentlichem Zusammenschlagen von Schüler- Innen in der Pause. Das alles hat nichts mit Lernprozessen zu tun. All diese Dinge existieren, um den Willen der Kinder an die herrschende Ordnung anzupassen und um Widerstände brechen. Das stundenlange Stillsitzen auf der Schulbank soll die Kinder schon mal an die Bedingungen der zukünftigen Arbeitswelt gewöhnen. Eltern hängen Kindern Schilder um den Hals, auf denen steht: "wir wollen Schule", Dann müssen die Kinder für mehr Lehrer und für Unterricht demonstrieren. Der Wille vieler Kinder ist anders. Dies zeigt, wie offen der Wille der Kinder zugunsten vondes Zwangssystems manipuliert wird. Schule ist unter Beibehaltung von Pflichtbedingungen niemals reformierbar. Die Lehrer- Innen sagen, die Verhältnisse sollten innerhalb der Schule verändert werden. Aber das sagen sie schon immer. Geändert hat sich an den Zwangsbedingungen nichts. | ||
| Das Wissen und Umdenken hin zu ökologisch angesagtem weniger "Wachstum", also für mehr Unabhängigkeit vom Konsumzwang und von entfremdeter Arbeit, kann nicht in lebensfremden "Schulgefängnissen"gewonnen werden, sondern nur aus eigenständigen Lebensformen, in Auseinandersetzungen und Erfahrungen aus dem Leben selbst. Die Zwangs- Schule erzieht zum Profitdenken in brutalen Ellenbogen- Gesellschaften. Sie würde sich selbst abschaffen müssen, wenn sie ihre Bildungsinhalte auf das Wissen über Lust, Liebe und eine materiell möglichst gesunde und einfach aufgebaute Lebensqualität ausrichten würde. Stattdessen bringen uns die heutigen Bildungszwänge immer weiter weg von gesunden Umweltbedingungen und von zwischenmenschlichen Beziehungen und Glück. An dieser Tatsache ändert sich nichts, auch wenn viele Lehrer- Innen entgegen den gegebenen Verhältnissen menschlich bleiben. | ||
"Bildung" heutzutage rüstet sogenannte "Erwachsene" auf , eine "Autorität" zu werden, was oft genug bedeutet, sogenannte "Kinder" und "Jugendliche" mit List und Tücke zu beherrschen – vor allem, wenn sie sich wehren. Bei den anderen, die sich nicht wehren, kann man ja ruhig die "Zügel lockerer" lassen! Wer kennt ihn nicht, den Taschengeldzahler bei einer Eins und die Hausarrest- Verhängerin bei einer Sechs? Das heißt, viele Eltern spielen voll mit und machen mit den Lehrern gemeinsame Sache. Die Einstellung zum Geld, zur Familie, zur Arbeit, zu dem Begriff "Freiheit", die manch eine(r) für den höchsten Ausdruck des "zivilisierten" Gebildet - Seins hält, wird wie der Wille der Kinder über eine gehörige Portion psychologische "gehirnwäsche", durch Erziehende und Medien manipuliert, eingetrichtert und weitergegeben. Andere Vorstellungen von Freiheit haben kaum eine Chance auf Verwirklichung. Die Tatsache, dass bislang bestimmte freiwillige, aber notwendige Arbeit für eine menschlichere Gesellschaft ohne Bezahlung stattfinden muss, führt dazu, dass niemand diese Arbeit macht.
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| Auf der einen Seite wird behauptet, dass Menschen sich nicht mehr leicht manipulieren und ausbeuten ließen, wenn sie sich die Bildungsinhalte der Pflichtschulen und Universitäten angeeignet hätten. Gleichzeitig liefern aber gerade die Bildungsinhalte selbst einen ungehinderten Zugang zu immer gefährlicheren Manipulations- Techniken. Außerdem sind es gerade nicht wenige Mitglieder "gebildeter" Bevölkerungsschichten, die, z.B. aus Angst vor der "Konkurrenz" z.B. durch so genannte "Ausländer" rechtsradikale Gruppierungen wählen. An dieser Stelle die Frage erlaubt, ob wirklich bürgerliche "Bildung" davor schützt, irgendwelchen Volksverführern in die Arme zu laufen, oder ob dieser Schutz viel eher dadurch gewährleistet werden kann, wenn a l l e Menschen Zugang haben zu einem gesicherten Mindestauskommen und zu Liebesbeziehungen, in die ihre körperliche und seelische Unversehrtheit und Befriedigung selbstverständlich mit einbezogen ist. | ||
| Freiwilliger Verzicht auf überzogenes Konsumdenken setzt ein sehr hohes Selbst- Bewusstsein und Wissen voraus. Nur eigene Lebenserfahrungen könnten dieses Bewusstsein und Wissen vermitteln. Durch die Schule werden Auseinandersetzungen über die Natur und "Natürlichkeit" des Menschen in ganz bestimmte Bahnen gelenkt. Man darf sich zwar "ökologisch" empören und Blümchen auf dem Schulhof pflanzen, aber tief greifende Diskussionen und Aktivitäten zugunsten einer Änderung werden tunlichst vermieden. | ||
| Schule (und andere unfreiwillige Arbeit) entmündigt. Sie tötet freie Zeit und Lust auf möglichst frühe und eigene, nicht durch "Lohn" oder andere Formen von "Erpressung" erzwungene Verantwortlichkeit. Schule lehrt nicht soziales Verhalten, Solidarität, (Unterstützung für andere), echtes Mitgefühl und Mitverantwortlichkeit für andere - zumindest nicht vorrangig und auch nicht mit Erfolg. Das sich – mitverantwortlich - fühlen dafür, wenn andere nicht mithalten können, ausflippen, ausgegrenzt oder diskriminiert werden, ist uns mit Hilfe der Schein- Bildung in der Schule fast völlig abhanden gekommen. Soziales Bewusstsein, seelisches Einfühlungsvermögen, Mitgefühl und (Offenheit für) Zärtlichkeit sind eine entscheidende Voraussetzung dafür, dass die Versorgung a l l e r Menschen mit Brot, Liebe und einem Dach überm Kopf, d.h. mit einem hervorragendem gesundheitlichen Wohlbefinden klappen kann. | ||
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