Veranstaltungen, Treffen 8.03.2003, 1.05.2003, 25.12.2003 bis 5.01.2004

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KRIEG KOMMT VON ERZIEHUNG !

Wir wollen über eine wesentliche Ursache der gegenwärtig wachsenden Kriegsgefahr sprechen, das Erziehungs-Gewalt-System unserer Kultur.Wir kritisieren jedes unfreiwillige Erziehungs-, Macht-, Abhän-gigkeits-und Gewaltsystem zum Nachteil ganzer Generationen von Kindern und Jugendlichen. Das ist

Die Erziehung zum VerLUST der Kindheit Die Erziehung zur Unfähigkeit zu lieben Die Erziehung zu Besitzdenken & Wirtschaftswachstum Die Erziehung zum Liebesentzug
Die Erziehung zur Ersatzbefriedigung von Liebesbedürfnissen durch Massenkonsumzwang


Die Rechtfertigung, Verharmlosung und Leugnung millionenfach tagtäglich ausgeübter Erziehungsgewalt zum angeblichen "Wohle" der Kinder und die Rechtfertigung, Verharmlosung und Leugnung von Massenmord als "Krieg" zum angeblichen "Wohle" der Menschheit" stehen in enger Verbindung zueinander. Das eine ist die Ursache des anderen.

ZUR SITUATION Freiheit liebender und für ihre Freiheit kämpfender (Strassen-) Kinder

Was können Eltern und so genannte "gute" Pädagogen oder "gute Kinderanwälte" für "Kinder" tun, wenn

Was können Eltern und so genannte "gute" Pädagogen oder "gute Kinderanwälte" für "Kinder" tun, wenn
- sie lieber spielen wollen, als zur Schule gehen, obwohl Schulpflicht herrscht ?
- sie z.B: im Gegensatz zu Eltern und Lehrern nicht in eine Ganztagsschule wollen
- sie, wenn es schon kein garantiertes Mindesteinkommen für sie gibt, wenigstens durch entsprechend
leichte Tätigkeiten eigenes Geld verdienen wollen?
- sie von zu Hause ausziehen möchten, aber nicht dürfen?
- sie lieber das Weite suchen, als sich immer wieder von irgendwelchen "Beschützer- Innen einfangen
und sich von irgendwelchen Heimerziehungs- Einrichtungen zurichten zu lassen?
- sie abgehauen oder "ausgezogen" sind und bei Freunden ihrer Wahl leben und wohnen wollen?
- sie überhaupt ohne Pädagogen leben wollen
- sie weder bei ihren Eltern bleiben, noch ins Heim, noch in einer pädagog. betreuten WG leben möchten
- sie entgegen den Beschlüssen von Jugendämtern und Gerichten (nicht) bei ihren Eltern bleiben wollen,
- sie länger draußen bleiben wollen, als sie dürfen?
- sie gegen ihren Willen vom Jugendamt und durch Gerichtsbeschlüsse in Heime und Psychiatrien
gesteckt und mit Psychopillen regelrecht vergiftet werden ?
- sie als Heranwachsende immer früher ihre Empfindungen und Neigungen entdecken und sich verlieben . in Personen, die nicht dem Alters- oder Geschlechterfahrplan entsprechen, den sich Erziehende und . Gesetzgeber für sie ausgedacht haben?

Erziehung zerstört den Frieden

Nicht ein Pädagoge, der in einem anerkannten pädagogischen Beruf steckt und dafür bezahlt wird, nicht ein Erziehungsverantwortlicher in der Familie kann sich hier nach Bedürfnissen, Interessen und dem Willen von "Kindern" richten. Nichts kann er machen, sie würden auf der Stelle entlassen, wenn sie sich dafür einsetzen würden, aber diese Bedürfnisse sind da, die Kinder werden immer früher und immer schneller "erwachsen". Weil sich die Jugend zunehmend gegen ihre Bevormundung wehrt und hilflos und wütend mit ansehen muss, wie ihr Freiheitsspielraum immer kleiner wird, ist sie pädagogisch immer weniger erreichbar. Da es für sie aber keine erziehungsfreien Orte gibt, bleibt für viele nur noch das Leben auf der Strasse. Viele bewegen sich zwischen Kriminalisierung und Selbstzerstörung. Sie halten den ganzen Erziehungs - Aufrüstungswahnsinn, Elternkrach, einschließlich Schule-Leistungsstress, Mobbing und Denunzierung einfach nicht mehr aus

STOPPT DEN ERZIEHUNGSKRIEG GEGEN KINDER!

Heimeinweisungen, Ritalinvergiftung, Gewaltbereitschaft, Kriminalität, Rechtsradikalität, Drogenabhängigkeit, Prostitution, Selbstmord sind nur einige Folgen ihrer Rechtelosigkeit. Nicht bürokratische, nicht pädagogisch organisierte Unterstützung für Kinder auf der Straße und für Kinder und Jugendliche in Not existiert praktisch nicht. Sie wird finanziell nicht unterstützt, ist kaum selbst finanzierbar sowie andauernd von Kriminalisierung bedroht. Angesichts gehäufter Todesfälle in dem Spannungsfeld pädagogischer Zudringlichkeiten von allen Seiten stellt sich die Frage, ob die gegenwärtige Auslegung der "Jugendhilfegesetze" im Ernstfall lieber den Tod von Kindern auf der Flucht vor der Familienenge und ihren eigenen Institutionen in Kauf nimmt, als ihnen ein selbstbestimmtes Wohnen und verfolgungsfreie Fluchtorte zuzugestehen, auf die offizielle "Jugendhilfe" nicht unbedingt sofort einen Zugriff hat. Es ist bezeichnend, daß im "Kinder und Jugendhilfegesetz" (KJHG) überhaupt nicht angesprochen wird, wohin Kinder und Jugendliche sich wenden können, wenn sie gleichzeitig aus Familien flüchten und keine der angebote-nen pädagogischen Hilfen annehmen + aus allen ihnen angebotenen pädagogischen "Hilfseinrichtungen" flüchten.

Nur die "Schönsten", "Besten", Rücksichtslosesten "erreichen" etwas, wer diesem Druck nicht stand halten will und kann, wird von dieser Gesellschaft brutal ausgegrenzt, abgestempelt + diskriminiert

Wie viele Kinder und Jugendliche müssen noch sterben, bis sich die Erkenntnis durchsetzt, welchen mörderischen Bedingungen sie ausgesetzt werden, solange sie sich die Orte ihrer Flucht nicht selbst aussuchen dürfen? Es gibt praktisch keinen Schutz für Kinder, die sowohl aus der Gewalt von Elternhäusern als auch aus der Gewalt von Jugendschutzstrukturen flüchten. Aus diesen Gründen setzen wir als Kritik zu der pädagogisch ausgearbeiteten UN Kinderrechtecharta ein eigenes Kinderrechtemanifest gegen pädagogisch ausgeübte seelische Gewalt entgegen: dieses Manifest enthält ausschließlich sozialpolitische Forderungen, die nur verständlich sind, wenn man über das Versagen der Jugendbehörden gegenüber den Selbstbestimmungs- Bedürfnissen und auch den emotionalen Bedürfnissen der Jugend und den Folgen dieses Versagens bescheid weiß, man also die zu Beginn dieses Flugblatts beschriebenen Bedürfnisse und Lebenssituationen Freiheit suchender und verlangender Kinder und Jugendliche kennt.

DIE VON KINDERN UND JUGENDLICHEN SELBST FORMULIERTEN
KINDER-SELBSTBESTIMMUNGS- RECHTEFORDERUNGEN AB 12 JAHRE AUF VERLANGEN

  1. Recht auf ausziehen von zuhause
  2. Leben auch ohne (Berufs-)Pädagogen
  3. Abschaffung aller Schulen, in denen Bildungszwänge herrschen und das freie Selbst- Bildungsrecht unterdrückt wird
  4. Fluchtrecht ohne Polizei- und
    Jugendamt / Elternverfolgung
  5. Obdach und freies Wohnrecht für Ausreißerkinder nach ihrer Wahl
  6. Uneingeschränktes Reiserecht und keinerlei Ausgangssperren
  7. Abschaffung aller zwangsverordneten Heime und Psychiatrien
  8. Eigenes Grund - Mindesteinkommen
  9. Recht auf Arbeit, Geld zu verdienen und ein eigenes Konto zu führen Geschäfts- Geschäftsfähigkeit!
  10. Recht auf Liebe, gewaltfreien Sex und Zärtlichkeit nach eigenen Vorstellungen und freien Vereinbarungen wie
    und mit wem auch immer
  11. Aktives und passives Wahlrecht
  12. Unterstützung aller zwanglose Strukturen, die Kinder
    und Jugendliche selbst wählen können
  13. Keine Psychopharmakapillen für so genanntes "abweichendes", "perverses", "kriminelles", "unsoziales", "überaktives" oder sonst wie angeblich
    "gestörtes" Verhalten

Bemerkungen zum richtigen Verständnis dieser Forderungen:

Alle Forderungen im Zusammenhang gestellt ergeben erst einen Sinn. Einzelne Forderungen zu erheben lehnen wir als kontraproduktiv ab. Keine einzige Forderung ist einzeln oder isoliert zu verstehen. Beispiel: Was nützt einem "Kind" ein Recht auf die Selbstbestimmung über den eigenen Körper, wenn es nicht gleichzeitig ein Fluchtrecht besitzt, sich von den Menschen legal zu entfernen, die dieses Recht ausnutzen oder missbrauchen, indem sie das Kind weiterhin erst durch Aufenthaltszwänge von sich abhängig machen dürfen und dann auch noch Toleranz geniessen sollen für Übergriffe gegen den Willen der "Kinder"? Alle Forderungen also ergänzen und unterstützen sich in dem Sinne, dass eine einzelne Forderung nicht länger ausgenützt werden kann. "Kinder" sollen also nach unseren Forderungen ab 12 Jahre das Recht auf eine wirkliche Selbstbestimmung ihres Lebens erst dann bekommen, wenn auch ihre materiele, physische und psychische Unabhängigkeit durch die Anerkennung grundlegender Rechte auf Selbstbestimmung, Bewegungsfreiheit, Erfahrungsfreiheit und Entscheidungsfreiheit gegeben sind.

Bilder von der Schülerdemo in Stuttgart

Unsere Postanschrift:
Jugendselbsthilfe

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Tel: 0911- 266786
Wir suchen Menschen, die mit uns leben, arbeiten und politisch für e c h t e Kinderrechte aktiv sein wollen.

Wir können immer gebrauchen: Flohmarktsachen aller Art, Fahrräder, Bücher, usw. Wir verkaufen auch günstig gebrauchte Fahrräder und 5000 Romane spottbillig!

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